Elektronische Patientenakte (ePA)
Digitale Akte für Gesundheitsdaten.
Ausführliche Erklärung
Die elektronische Patientenakte (ePA) ermöglicht es Versicherten, ihre Gesundheitsdaten digital zu speichern, zu verwalten und gezielt mit Ärzten und anderen Leistungserbringern zu teilen. Sie kann Befunde, Diagnosen, Laborergebnisse, Impfnachweise, Arztbriefe, Medikationspläne und den Mutterpass enthalten. Seit 2021 haben alle GKV-Versicherten einen gesetzlichen Anspruch auf eine ePA, die von ihrer Krankenkasse kostenlos bereitgestellt wird. Seit Januar 2025 wird die ePA im Opt-out-Verfahren für alle Versicherten angelegt – wer sie nicht möchte, muss aktiv widersprechen. Patienten entscheiden selbst, welche Daten in ihrer ePA gespeichert und welchen Ärzten Zugriff gewährt wird. Der Zugriff erfolgt über die ePA-App der jeweiligen Krankenkasse oder über die eGK in der Arztpraxis. Für die Telemedizin ist die ePA besonders wertvoll: Behandelnde Ärzte können (mit Einwilligung) auf die Vorgeschichte des Patienten zugreifen, ohne dass Befunde per Post oder Fax übermittelt werden müssen. Dies verbessert die Behandlungsqualität und reduziert Doppeluntersuchungen. Die technische Infrastruktur basiert auf der Telematikinfrastruktur (TI) der gematik und erfüllt höchste Datenschutzstandards mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Relevanz für Patienten
Im Bereich der digitalen Gesundheit ist Elektronische Patientenakte (ePA) ein wichtiger Begriff, der die Zukunft der medizinischen Versorgung mitprägt.
Docto24 nutzt modernste digitale Technologien, um Ihnen eine sichere und bequeme medizinische Beratung zu ermöglichen.
Quellen
- Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG)
Verwandte Begriffe
Haben Sie Fragen?
Unsere Ärzte beraten Sie gerne zu allen Gesundheitsthemen.